Nebenwirkungen der Abnehmspritze und was dagegen hilft
Viele Menschen fragen sich vor dem Start: Wie wird es mir mit der Abnehmspritze gehen? Wird mir übel? Was passiert am Spritzentag? Was mache ich bei Verstopfung oder Völlegefühl?
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Auf einen Blick
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Ein Programm, das Sie auf jedem Schritt begleitet.
Erstgespräch & Diagnostik
Wir besprechen gemeinsam über Ihre gesundheitliche Ausgangslage und Ihre Ziele. Sie erfahren, ob eine GLP-1-Behandlung grundsätzlich für Sie infrage kommt und wie Ihr Behandlungsweg aussehen kann.

Ihr Behandlungsplan
Ihr Arzt prüft mögliche Vorerkrankungen. Gemeinsam legen Sie den medizinischen Behandlungsweg fest. Falls zusätzliche Untersuchungen sinnvoll sind, werden diese individuell empfohlen.

Ernährungsberatung
GLP-1 kann Hunger und Appetit deutlich verändern. In der Ernährungsberatung lernen Sie, ihre Ernährung daran anzupassen und langfristig im Alltag zu verankern.

Laufende Anpassung
Die Dosierung wird schrittweise eingestellt und an Wirkung und Verträglichkeit angepasst. Über die AMITA App bleiben Sie auch zwischen den Terminen begleitet.

Ergebnisse
Die Ergebnisse sprechen für sich.
Die Spritze hilft beim Abnehmen. Die Begleitung entscheidet über die Nachhaltigkeit der Ergebnisse.
in 6 Monaten abgenommen - Startgewicht 97 kg, jetzt 76 kg
„Ich hatte jede Diät durch und war kurz davor aufzugeben. Der medizinische Plan und die monatlichen Termine haben den Unterschied gemacht - 21 Kilo runter, ohne Jojo.“
Sarah, 34, aus Berlin
Tag 1
Nach 6 Monatenin 12 Monaten abgenommen - Startgewicht 105 kg, jetzt 71 kg
„Ich habe 20 Jahre lang jede Diät probiert und am Ende immer mehr gewogen als vorher. Erst der feste Plan über ein ganzes Jahr hat es geändert - mein Blutdruck ist heute normal, ganz ohne Tabletten.“
Aylin, 46, aus Berlin
Tag 1
Nach 12 Monatenin 12 Monaten abgenommen - Startgewicht 110 kg, jetzt 83 kg
„Mein Hausarzt hat mich vor dem Diabetes gewarnt, da wusste ich: jetzt oder nie. Die monatlichen Termine haben mich ehrlich gehalten. Mit 64 dachte ich, der Zug ist abgefahren - war er nicht.“
Wolfgang, 64, aus Berlin
Tag 1
Nach 12 MonatenMedizinische Exzellenz.
„Gesundheit ist die Grundlage von allem. Wir geben ihr die Zeit und die Sorgfalt, die sie verdient.“Dr. R. PreglaÄrztliche LeitungMehr über unser Ärzteteam →

Ausführlich
Alles im Detail
Diese Fragen sind normal. Abnehmspritzen wie Wegovy oder Mounjaro wirken auf Hunger, Sättigungsgefühl und Verdauung. Genau deshalb können besonders am Anfang und bei einer höheren Dosis Beschwerden auftreten.
Im AMITA Abnehmzentrum begleiten Sie Ihr Ärzte-Team und Ihr Care Team durch diese Phase. Sie bekommen Orientierung zu Dosis, Spritzentag, Essen, Trinken, Eiweiß und Nebenwirkungen, damit Sie Beschwerden früh einordnen können.
Die wichtigsten Punkte auf einen Blick
- Häufige Nebenwirkungen betreffen Magen und Darm.
- Viele Beschwerden treten am Anfang, rund um den Spritzentag oder nach einer höheren Dosis auf.
- Typisch sind Übelkeit, Völlegefühl, Verstopfung, Durchfall, Sodbrennen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Müdigkeit.
- Kleine, leichte Mahlzeiten und genug Flüssigkeit helfen vielen im Alltag.
- Die Dosis sollte zu Ihrem Verlauf und Ihrer Verträglichkeit passen.
- Starke oder anhaltende Beschwerden sollten Sie ärztlich abklären lassen.
- Im AMITA Abnehmzentrum halten Sie Nebenwirkungen, Dosis und Spritzentag in der App fest.
Warum Nebenwirkungen entstehen können
Die Abnehmspritze beeinflusst Signale im Körper, die Hunger, Sättigung und Verdauung steuern. Viele Menschen werden schneller satt, essen kleinere Portionen und denken weniger an Essen.
Gleichzeitig arbeitet die Verdauung langsamer. Das kann sich gut anfühlen, weil Sie länger satt sind. Es kann aber auch zu Übelkeit, Völlegefühl, Verstopfung oder Sodbrennen führen.
Ihr Körper braucht Zeit, sich an die Spritze und an eine neue Dosis zu gewöhnen. Deshalb ist die Aufdosierung ein wichtiger Teil der Behandlung.
Wann Nebenwirkungen häufig auftreten
Viele Beschwerden haben einen klaren zeitlichen Bezug.
Am Anfang der Behandlung. In den ersten Wochen stellt sich Ihr Körper auf die Spritze ein. Manche merken wenig. Andere haben Übelkeit, ein ungewohntes Völlegefühl oder weniger Appetit als erwartet.
Rund um den Spritzentag. Einige Beschwerden treten am Tag der Spritze oder in den ersten Tagen danach stärker auf. Dazu gehören Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit oder ein Druckgefühl im Magen.
Nach einer höheren Dosis. Bei einer Dosissteigerung können Beschwerden wieder stärker werden. Deshalb schaut Ihr Ärzte-Team auf Gewicht, Hunger, Verträglichkeit, Essen, Trinken und Alltag.
Kurz vor der nächsten Spritze. Manche merken, dass der Hunger kurz vor der nächsten Spritze wieder stärker wird. Auch das ist ein wichtiges Signal für Ihren Verlauf und Ihre Dosis.
Die häufigsten Nebenwirkungen
Übelkeit
Übelkeit gehört zu den häufigsten Beschwerden. Sie tritt oft am Anfang, nach dem Spritzentag oder nach einer höheren Dosis auf.
Viele kommen besser zurecht mit:
- kleineren Portionen
- langsamem Essen
- leichten Mahlzeiten
- weniger sehr fettigem Essen
- weniger sehr süßem Essen
- genug Wasser über den Tag
- Pausen zwischen Mahlzeit und Hinlegen
Wenn die Übelkeit stark ist, länger anhält oder Sie kaum essen und trinken können, sollten Sie sich bei Ihrem Care Team melden.
Völlegefühl und Druck im Magen
Viele beschreiben ein starkes Sättigungsgefühl. Manchmal fühlt sich schon eine kleine Mahlzeit schwer an.
Das hilft vielen:
- kleinere Portionen
- früher aufhören, wenn Sie satt sind
- leichte Mahlzeiten am Spritzentag
- langsam essen
- große, fettige Mahlzeiten reduzieren
- nach dem Essen aufrecht bleiben
Wichtig ist, dass Sie trotz weniger Appetit genug Eiweiß und Flüssigkeit bekommen.
Verstopfung
Verstopfung kommt häufig vor. Sie hängt oft mit weniger Essen, weniger Flüssigkeit und langsamerer Verdauung zusammen.
Das kann helfen:
- Wasser über den Tag verteilen
- Ballaststoffe langsam steigern
- Bewegung in den Alltag bringen
- regelmäßige Mahlzeiten beibehalten
- Gemüse, Hülsenfrüchte oder Leinsamen testen, wenn Sie sie gut vertragen
Wenn Sie mehrere Tage keine Verdauung haben, starke Schmerzen bekommen oder sich sehr unwohl fühlen, sollten Sie sich melden.
Durchfall
Durchfall kann ebenfalls auftreten, besonders am Anfang oder nach einer höheren Dosis.
Viele vertragen in dieser Phase besser:
- einfache, leichte Mahlzeiten
- kleinere Portionen
- genug Flüssigkeit
- weniger Alkohol
- weniger sehr fettiges Essen
- weniger stark gewürzte Speisen
Wenn Durchfall stark ist, länger anhält oder Sie Kreislaufprobleme bekommen, braucht Ihr Ärzte-Team diese Information.
Sodbrennen und Aufstoßen
Manche bemerken Sodbrennen, Aufstoßen oder ein Druckgefühl nach dem Essen. Das passt dazu, dass Essen länger im Magen bleibt.
Das kann helfen:
- kleinere Mahlzeiten
- abends leichter essen
- langsam essen
- sehr große Mahlzeiten reduzieren
- nach dem Essen aufrecht bleiben
Wenn Sodbrennen häufig oder stark wird, sollten Sie es mit Ihrem Ärzte-Team besprechen.
Bauchschmerzen
Leichte Bauchbeschwerden können vorkommen, besonders wenn Essen schwer im Magen liegt oder die Verdauung langsamer arbeitet.
Starke Bauchschmerzen sollten Sie ernst nehmen. Das gilt besonders, wenn sie anhalten, sehr ungewohnt sind, in den Rücken ausstrahlen oder mit Erbrechen, Fieber oder starkem Krankheitsgefühl verbunden sind. In solchen Fällen sollten Sie sofort ärztliche Hilfe holen.
Kopfschmerzen
Kopfschmerzen treten bei manchen am Spritzentag oder am Tag danach auf. Häufig spielen weniger Essen, zu wenig Flüssigkeit oder ein veränderter Alltag eine Rolle.
Achten Sie besonders auf:
- genug Wasser
- regelmäßige kleine Mahlzeiten
- Eiweiß
- Schlaf
- Ihren Spritzentag und den Tag danach
Wenn Kopfschmerzen stark sind, neu auftreten oder ungewohnt wirken, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.
Müdigkeit und Schlappheit
Manche fühlen sich in den ersten Wochen müde oder schlapp. Das kann daran liegen, dass Sie deutlich weniger essen, zu wenig trinken oder Ihr Körper sich an die Spritze gewöhnt.
Hilfreich sind oft:
- regelmäßige kleine Mahlzeiten
- genug Eiweiß
- genug Wasser
- leichte Bewegung
- ein Blick auf Ihren Tagesrhythmus
Wenn Müdigkeit stark ist oder länger anhält, sollte Ihr Ärzte-Team prüfen, ob Dosis, Essen, Flüssigkeit oder Blutwerte eine Rolle spielen.
Beschwerden an der Einstichstelle
Manchmal brennt oder rötet sich die Haut an der Einstichstelle leicht. Häufig klingt das schnell wieder ab.
Wenn die Stelle stark anschwillt, schmerzt, heiß wird oder sich ein Ausschlag ausbreitet, sollten Sie sich melden.
Was Sie am Spritzentag beachten können
Der Spritzentag ist für viele ein guter Orientierungspunkt. Manche merken an diesem Tag kaum etwas. Andere spüren die Wirkung oder Nebenwirkungen stärker.
Viele kommen gut zurecht mit:
- einer leichten Mahlzeit vor oder nach der Spritze
- genug Wasser
- weniger sehr fettigem Essen
- kleineren Portionen
- einem ruhigen Blick auf den nächsten Tag
- Dokumentation in der App
Sie müssen nicht perfekt essen. Wichtig ist, dass Sie merken, was Ihrem Körper hilft und was Beschwerden verstärkt.
Warum die Dosis so wichtig ist
Die Dosis sollte zu Ihrem Körper passen. Mehr Dosis bedeutet nicht automatisch ein besserer Verlauf.
Ihr Ärzte-Team schaut auf mehrere Signale:
- Wie stark ist Ihr Hunger?
- Wie verändert sich Ihr Gewicht?
- Welche Nebenwirkungen haben Sie?
- Wie geht es Ihnen am Spritzentag?
- Essen und trinken Sie genug?
- Bleibt Ihre Muskelmasse stabil?
- Wie kommen Sie im Alltag zurecht?
Wenn Beschwerden auftreten, kann eine langsamere Aufdosierung sinnvoll sein. Manchmal bleibt eine Dosis länger gleich. Manchmal wird die nächste Steigerung verschoben. Das entscheidet Ihr Ärzte-Team mit Blick auf Ihren Verlauf.
Essen bei Nebenwirkungen
Wenn Sie weniger Hunger haben, kann Essen plötzlich schwieriger werden. Viele fragen sich: Was soll ich essen, wenn ich nach ein paar Bissen satt bin?
Eine gute Orientierung:
- kleine Portionen
- genug Eiweiß
- leicht verdauliche Mahlzeiten
- Wasser über den Tag
- Gemüse und Ballaststoffe nach Verträglichkeit
- sehr fettige Speisen vorsichtig testen
- Süßes in kleinen Mengen, wenn Sie es vertragen
Besonders wichtig ist Eiweiß. Wenn Sie weniger essen, zählt jede Mahlzeit mehr. Eiweiß hilft Ihnen, satt zu bleiben und Muskelmasse zu erhalten.
Warum Trinken so wichtig ist
Viele trinken mit der Spritze weniger, weil Hunger, Appetit und Durst im Alltag anders wahrgenommen werden können. Zu wenig Flüssigkeit kann Kopfschmerzen, Verstopfung und Schlappheit verstärken.
Hilfreiche Routinen:
- Wasser direkt morgens
- feste Trinkflasche am Arbeitsplatz
- ein Glas Wasser zu jeder Mahlzeit
- Erinnerung in der App
- Tee oder leichte Brühe, wenn Wasser schwerfällt
Es geht um eine Routine, die Sie im Alltag halten können.
Was Sie in der AMITA-App festhalten
Nebenwirkungen lassen sich besser einordnen, wenn man den Verlauf sieht.
In der AMITA-App dokumentieren Sie:
- Spritzentag
- Dosis
- Gewicht
- Hunger
- Übelkeit
- Verstopfung oder Durchfall
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit
- Essen und Trinken
- besondere Situationen im Alltag
So erkennt Ihr Team Muster. Zum Beispiel, ob Beschwerden immer nach dem Spritzentag kommen, ob eine Dosis zu schnell gesteigert wurde oder ob Flüssigkeit und Essen angepasst werden sollten.
Wann Sie sich melden sollten
Bitte melden Sie sich bei starken, ungewohnten oder anhaltenden Beschwerden.
Wichtig sind besonders:
- starke Bauchschmerzen
- Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen
- wiederholtes Erbrechen
- Durchfall über mehrere Tage
- Kreislaufprobleme
- Anzeichen von Austrocknung
- starke Verstopfung mit Schmerzen
- allergische Reaktionen
- Beschwerden, die Sie im Alltag deutlich einschränken
Bei starken akuten Beschwerden sollten Sie sofort ärztliche Hilfe holen.
Wie das AMITA Abnehmzentrum Sie bei Nebenwirkungen begleitet
Nebenwirkungen sind ein Teil des Verlaufs, den man ernst nehmen sollte. Im AMITA Abnehmzentrum sind Sie damit begleitet.
Ihr Ärzte-Team begleitet Ihre Dosis, Ihre Verträglichkeit und Ihre Werte. Ihr Care Team hilft Ihnen, Beschwerden im Alltag einzuordnen und die richtigen nächsten Schritte zu klären.
Das kann bedeuten:
- Essen und Trinken anpassen
- Spritzentag besser planen
- Symptome in der App beobachten
- Dosis länger halten
- nächste Aufdosierung verschieben
- ärztliche Rücksprache einleiten
- Begleitmaßnahmen prüfen
So entsteht ein Verlauf, der zu Ihrem Körper passt.
Nebenwirkungen bei Mounjaro und Wegovy
Mounjaro und Wegovy können ähnliche Beschwerden auslösen, vor allem im Magen-Darm-Bereich. Dazu gehören Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen, Bauchschmerzen und Völlegefühl.
Welche Spritze Sie besser vertragen, ist individuell. Auch die Dosis, das Essen am Spritzentag, Flüssigkeit, Bewegung und Ihre Ausgangslage spielen eine Rolle.
Deshalb entscheidet Ihr Ärzte-Team auf Basis Ihrer Werte, Ihrer Vorgeschichte und Ihrer Verträglichkeit, welche Spritze und welche Dosis zu Ihnen passt.
Nebenwirkungen und Muskelmasse
Nicht alles, was während der Abnahme wichtig ist, fühlt sich wie eine Nebenwirkung an.
Wenn Sie schnell Gewicht verlieren und wenig essen, kann auch Muskelmasse sinken. Das merken Sie nicht immer sofort. Genau deshalb misst das AMITA Abnehmzentrum Ihre Körperzusammensetzung mit der BIA.
Wir achten mit Ihnen darauf, dass Sie genug Eiweiß bekommen, sich passend bewegen und möglichst viel Fettmasse verlieren. Muskelmasse ist wichtig für Kraft, Grundumsatz und Gewichtsstabilisierung nach der Spritze.
Weiterlesen: Abnehmspritze in Berlin im AMITA Abnehmzentrum · Was kostet die Abnehmspritze? · Abnehmspritze verschreiben lassen · Mounjaro in Berlin · Wegovy in Berlin
Weitere Informationen
Kurzantwort: Die häufigsten Nebenwirkungen von Wegovy (Semaglutid) und Mounjaro (Tirzepatid) betreffen Magen und Darm: Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen und Bauchschmerzen. Sie treten laut Fachinformation vor allem während der Dosissteigerung auf und werden meist mit der Zeit schwächer. Starke, anhaltende Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen mit Flüssigkeitsverlust und plötzliche Sehstörungen sind Warnzeichen. Dann brauchen Sie sofort ärztliche Hilfe.
Medizinisch geprüft vom ärztlichen Team unter Leitung von Dr. Reinhard Pregla, am 29.09.2026 · Grundlage: EU-Fachinformationen, Abschnitte 4.2, 4.4, 4.6 und 4.8
Wie häufig die Nebenwirkungen laut Fachinformation sind
| Nebenwirkung | Wegovy | Mounjaro | Was oft hilft |
|---|---|---|---|
| Übelkeit | sehr häufig | sehr häufig | kleinere Portionen, langsam essen, fettreiche Mahlzeiten meiden |
| Durchfall | sehr häufig | sehr häufig | ausreichend trinken |
| Verstopfung | sehr häufig | sehr häufig | Flüssigkeit, Ballaststoffe, Bewegung |
| Erbrechen | sehr häufig | sehr häufig | ausreichend trinken; bei anhaltendem Erbrechen ärztlich melden |
| Bauchschmerzen | sehr häufig | sehr häufig | bei starken, anhaltenden Schmerzen: Warnzeichen (siehe unten) |
| Kopfschmerzen | sehr häufig | nicht als häufig gelistet | |
| Müdigkeit/Erschöpfung | sehr häufig | häufig |
„Sehr häufig“ heißt nach Definition der Fachinformation: mehr als 1 von 10 Behandelten.
Warum die Dosis langsam steigt: Damit sich der Körper gewöhnt, wird die Dosis schrittweise erhöht: bei Wegovy alle vier Wochen, bei Mounjaro jeweils nach mindestens vier Wochen. Wenn Beschwerden stark sind, kann die Ärztin oder der Arzt die nächste Stufe verschieben.
Warnzeichen: Dann sofort ärztliche Hilfe
- Starke, anhaltende Bauchschmerzen, eventuell in den Rücken ausstrahlend, mit oder ohne Erbrechen. Das kann auf eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hinweisen. Die Fachinformation sagt: bei Verdacht absetzen.
- Anhaltendes Erbrechen oder Durchfall mit Anzeichen von Flüssigkeitsmangel, z. B. sehr wenig Urin, Schwindel oder starke Schwäche. Flüssigkeitsverlust kann die Nieren schädigen.
- Plötzliche Sehverschlechterung. Wegovy nennt die seltene Sehnerverkrankung NAION; bei plötzlichem Sehverlust sofort zur augenärztlichen Untersuchung.
- Anzeichen einer allergischen Reaktion wie Schwellung von Gesicht oder Hals oder Atemnot.
Im Notfall wählen Sie 112. Außerhalb der Praxiszeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.
Das sollte Ihr Behandlungsteam wissen
- Vor einer Operation oder Magenspiegelung mit Narkose oder Sedierung: Sagen Sie Bescheid, dass Sie eine Abnehmspritze nehmen. Die Fachinformationen warnen vor einem erhöhten Aspirationsrisiko.
- Bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft: Das Medikament muss rechtzeitig vorher abgesetzt werden: Wegovy mindestens 2 Monate, Mounjaro mindestens 1 Monat vor einer geplanten Schwangerschaft. In der Stillzeit darf Wegovy nicht angewendet werden; bei Mounjaro entscheidet die Ärztin oder der Arzt.
- Bei Diabetes-Medikamenten wie Insulin oder Sulfonylharnstoffen: Das Risiko für Unterzuckerung kann steigen.
- Bei Beschwerden erreichen Sie das ärztliche Team unter Leitung von Dr. Reinhard Pregla rund um die Uhr per Telefon und Chat (die direkte Nummer erhalten Sie zum Start der Behandlung).
- Die Ernährungsberatung hilft, Mahlzeiten an Übelkeit und frühe Sättigung anzupassen.
FAQ
Häufige Fragen
Welche Nebenwirkungen sind bei der Abnehmspritze häufig?
Häufig sind Übelkeit, Völlegefühl, Verstopfung, Durchfall, Bauchschmerzen, Sodbrennen, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Viele Beschwerden treten am Anfang oder nach einer höheren Dosis auf.
Wie lange dauern Nebenwirkungen?
Das ist individuell. Viele Beschwerden sind in den ersten Wochen oder nach einer Dosissteigerung stärker und lassen danach nach. Wenn Beschwerden stark sind oder anhalten, sollten Sie sich melden.
Was hilft gegen Übelkeit?
Vielen helfen kleine Portionen, langsames Essen, leichte Mahlzeiten, weniger sehr fettige Speisen und ausreichend Flüssigkeit. Wenn die Übelkeit stark ist, sollte Ihr Ärzte-Team Ihren Verlauf prüfen.
Was hilft gegen Verstopfung?
Oft helfen mehr Flüssigkeit, Bewegung und Ballaststoffe. Wichtig ist, langsam anzupassen und auf Ihre Verträglichkeit zu achten. Bei starken Beschwerden sollten Sie sich melden.
Was esse ich am Spritzentag?
Viele vertragen leichte, kleine und eiweißreiche Mahlzeiten besser. Sehr große, fettige oder sehr süße Mahlzeiten können Beschwerden verstärken.
Muss ich bei Nebenwirkungen die Spritze absetzen?
Das entscheidet Ihr Ärzte-Team. Oft geht es zuerst darum, Dosis, Essen, Trinken und Aufdosierung zu prüfen. Bei starken oder gefährlichen Beschwerden braucht es sofort ärztliche Abklärung.
Sind Nebenwirkungen bei Mounjaro stärker als bei Wegovy?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Die Verträglichkeit ist individuell und hängt auch von Dosis, Aufdosierung, Alltag und Vorerkrankungen ab.
Kann ich Nebenwirkungen verhindern?
Ganz sicher verhindern lassen sie sich nicht. Viele Beschwerden lassen sich aber durch passende Dosisführung, kleine Mahlzeiten, genug Flüssigkeit und eine gute Begleitung besser steuern.
Wann sollte ich sofort ärztliche Hilfe holen?
Bei starken Bauchschmerzen, besonders mit Ausstrahlung in den Rücken, wiederholtem Erbrechen, Kreislaufproblemen, Atemnot, starken allergischen Reaktionen oder schweren akuten Beschwerden sollten Sie sofort ärztliche Hilfe holen.
Wie begleitet mich das AMITA Abnehmzentrum bei Nebenwirkungen?
Im AMITA Abnehmzentrum halten Sie Dosis, Spritzentag, Gewicht, Hunger und Nebenwirkungen in der App fest. Ihr Ärzte-Team kann Ihren Verlauf dadurch besser einordnen und die nächsten Schritte mit Ihnen abstimmen.
Wissen
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Kurz zusammengefasst
Kurzantwort: Die häufigsten Nebenwirkungen von Wegovy (Semaglutid) und Mounjaro (Tirzepatid) betreffen Magen und Darm: Übelkeit, Durchfall, Verstopfung, Erbrechen und Bauchschmerzen. Sie treten laut Fachinformation vor allem während der Dosissteigerung auf und werden meist mit der Zeit schwächer. Starke, anhaltende Bauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen mit Flüssigkeitsverlust und plötzliche Sehstörungen sind Warnzeichen. Dann brauchen Sie sofort ärztliche Hilfe.
Medizinisch geprüft vom ärztlichen Team unter Leitung von Dr. Reinhard Pregla, am 29.09.2026 · Grundlage: EU-Fachinformationen, Abschnitte 4.2, 4.4, 4.6 und 4.8
Quellen
- EMA, Wegovy, Produktinformation, Abschnitte 4.4, 4.6, 4.8: https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/wegovy-epar-product-information_de.pdf (abgerufen 29.09.2026)
- EMA, Mounjaro, Produktinformation, Abschnitte 4.4, 4.6, 4.8: https://www.ema.europa.eu/de/documents/product-information/mounjaro-epar-product-information_de.pdf (abgerufen 29.09.2026)
- Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116 117: https://www.116117.de/
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